Die SSD im Alltagstest

Im letzten Beitrag schrieb ich über die Crest 6 Master von Angelbird und wie sie sich rein technisch präsentiert. Hier also der versprochene Praxistest in meinem Lenovo W500.

Grundsätzlich sei einmal gesagt, dass das Notebook die Platte leider nicht voll ausreizen kann, da der Controller mit 223.24 MB/sec an seine Grenzen stößt, was in etwa die Hälfte dessen entspricht, was die Platte zu leisten vermag und doch mehr als das Doppelte der Alten. Diese Geschwindigkeitsänderung merke ich am Meisten beim Booten von Linux, nachdem ich jegliche Preloader und Prefetcher abgeschaltet habe.

Der vollständige KDE Desktop ist in Kürze geladen und man hat das Gefühl, dass das Ganze System um Einiges reaktionsfreudiger ist – selbst wenn heftige I/O Arbeit ansteht kann man noch halbwegs ruckelfrei arbeiten, wo das System früher schon etwas sehr zäh mit bis zu kleinen Hängern reagierte. Selbst die Compile-Zeiten sanken im Schnitt um mehr als 20% und der Einsatz von ccache ist aufgrund der nicht vorhandenen Seek-Times ein sehr großer Gewinn.

Unter Windows 7 war es kein Problem die Prefetch-Dienste abzuschalten, doch hatte ich mir den Geschwindigkeitszuwachs nach dem Erlebten unter Linux durchaus drastischer vorgestellt, als er sich am Ende präsentierte. Was eine Neuinstallation bringt, kann ich derzeit nicht sagen, da mir die Zeit zu Selbiger fehlt. Dennoch macht sich auch unter Windows eine Leistungssteigerung bemerkbar.

Fazit: Die SSD zahlt sich auf jeden Fall aus – egal ob auf Windows, Linux, OSX oder BSD – da wir in den meisten Fällen auf Schreib- und Lesezugriffe der Platte warten und eher selten an die Grenzen der CPU stoßen.

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