Ausgelatscht

Wir Männer sind simpel. Das als Statement wurde schon zu oft gehört, aber es ist nun mal so. Wir haben keine zwanzig Paar Schuhe herumstehen, sondern laufen – sofern es uns möglich ist – immer mit dem selben Paar Schuhe durch die Gegend. Und das, bis es einfach nicht mehr anders geht. Alten Schuhe sind ja leider immer noch die Gemütlichsten. Oder anders gesagt: Kaum sind manche Schuhe erst mal so richtig gemütlich, muss man sie leider schon wieder aufgrund diverser Ermüdungserscheinungen abgeben.

Tja – und bei mir scheint sich der Moment wieder anzubahnen, wo ich mir ein Paar neue Sneakers zulegen muss, da die Aktuellen sich in ihre Bestandteile auflösen. Aber das kann ich noch bei der derzeitigen Schneelage in Lech noch etwas hinauszögern, da wir dort noch etwas länger am Schnee hängen, noch Massen davon haben und ich das Stundenlange Anprobieren in Geschäften ohnehin nicht mag.

Wir erinnern uns an das Zielgerichtete Einkaufen von Männern und die simple Gedankenwelt in welcher die Gedanken wie einsame Adler über dem Meer kreisen. Der einzige Nebengedanke, der bei uns erlaubt ist sagt nur „Und wer tut’s, wenn nicht ich?“

Zielgerichtetes Einkaufen heißt das Zauberwort: Ab in den Laden und nach spätestens 20 Minuten wieder nach Draußen – oder noch besser, Browser auf, im Onlineshop eingeloggt und nach einigen Klicks wieder raus und auf das X in der oberen Ecke geklickt. Effektive Nutzung der Zeit um dann noch Zeit zu finden um am Ende doch der Freundin beim Shoppen hinterher zu laufen und die Taschen zu tragen…

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13 thoughts on “Ausgelatscht”

  • sag‘ mal, lebst du in der anschauung: ein echter kerl wohnt solange in seinen stiefeln, bis diese ohne ihn in die garderobe gehen können…

    bin zwar selbst auch nicht grad ein schuhfetischist, aber neben meinem paar alltagsstiefeln müssen zu den üblichen schlapfen noch mindestens ein paar holzschuhe, ein paar irgendwasschuhe, ein paar unbenutzer sportschuhe und ein paar kaum benutzter edeltreter verfügbar sein… damit läßt sich gut ein paar jahre auskommen, nur die stiefel werden einmal pro saison erneuert, aber die werden ja schon seit generationen immer gleich gebaut, sind also von beginn an gemütlich… und die holzschuhe werden einmal pro jahrzehnt neu beschlagen und mit der drahtbürste geputzt, notfalls 100’er schmirgelleinen…

  • Gegen das bist du ja noch wirklich Schuhfetischist gegen mich. Feste Schuhe für den Winter, Sneakers für den Rest und ein Paar um sie verstauben zu lassen und sie bei Anlässen auszugraben. Dann noch Tanzschuhe und das war’s.

  • @ Stargazer: aus meiner Sicht ist zwischen dir und Grazer, was die Schuhpaare angeht, Gleichstand. Denn deine Sandalen hast du ausgelassen – das sind wohl die, die verstauben.
    Weiters muss ich mich Grazers Vermutung anschließen, dass du solange in deinen Tretern herum läufst, bis sie selber in die Garderobe gehen – nur manche schaffen dies kaum noch, da ihnen manchmal schon der Untergrund verloren geht und sie deswegen wieder deine Füße als Halt benötigen. :-)

  • wo ihr euch grad drüber auslasst: irgendwo hab‘ ich auch noch christuslatschen vergammeln sehen… wo war das bloß???

  • @ Stargazer: ich nehme mal an, dass sie aus einem Schuhgeschäft stammen.

    @ Grazer: das sind keine Christuslatschen sondern Flip Flops – du musst schon etwas mit der Zeit gehen, wirst ja nicht etwas anziehen, dass schon mehr als 2000 Jahre alt ist, oder?

  • hm… naja, vielleicht waren’s wirklich echte christuslatschen und ich hab’s in einem museum gesehen… nix genaues weiß man(n) nicht…

  • @ Grazer: so so, du wirst echt langsam alt, wenn du vergisst, was du gesehen oder getragen hast!

  • danke, daß du es so deutlich aussprichst… denke, es wird zeit, zu saufen zu beginnen, um zu vergessen, daß ich alt werde… ;-)

  • und um der Deutschensprache nicht mehr mächtig zu sein, denn mit dem „zu saufen zu beginnen“ hättest du den Abschluss für den Deutschlehrer sicher nicht geschafft :-)

  • tja… aber wenn es dich tröstet, ich bin sicher, daß darüber jemand nicht wirklich unglücklich ist!!! ;-))

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