die macht der gewohnheit

oder: humor ist, wenn man auf kosten anderer lachen kann…
…besonders, wenn es zudem auch nicht so beabsichtigt ist!

so, worum geht’s denn nun schon wieder? was will er denn jetzt? oder ist des stargazers blog wieder mal am einschlafen???

also, letzteres trifft nicht zu, aber ausnahmsweise kann ich auch einmal zum thema “kombjuda” beitragen, wenn auch vielleicht auf eine etwas leicht gewöhnungsbedürftige art und weise, aber man möge das einem brachialbiker ausnahmsweise nachsehen…

okay, dann mal zur sache, nämlich zur maus!

heutzutage schwört jeder auf eine schnurlose maus, ist im prinzip nix anderes wie ein mobiltelefon, nur daß man damit weder telephonieren noch fotografieren kann, aber man kann damit wie blöd am schreibtisch kilometer runter radeln und schöne bahnen ziehen, mitunter sogar schöne spuren im staub und mittlerweilen sogar schon recht schnurlos… doch halt, schnurlos? wie? was? ohne kabel? no na, dafür mit akku! und dann funkt die maus dabei ihre position oder welcher klick womit und wo und sowieso und am “kombjuda” passiert was… oder eben nicht, weil grad im moment der akku ins nirvana eingegangen ist… und dann macht sich nervosität breit, panik im gesicht der mauskiller ist deutlich erkennbar, nix geht mehr, also gehen wir heim… oder wir gehen eine maus mit kabel suchen… oder…

und genau da setzt meine lösung an!!! ich verwende einen dreckball… auf neudeutsch nannte man das zeux früher “trackball”, was aber wurscht ist, weil das ding in deutsch und in neudeutsch nicht mehr kann als eine maus eben auch… eine hand oder einen pfeil über einen monitor bewegen, nur daß man damit keine kilometer am schreibtisch herum glüht, keine spuren in den staub malt und sowieso kein akku leer werden kann und niemandem das kabel im weg ist…

jaja, auch wenn das zeux nicht so populär wie eine maus ist, auf neudeutsch “mouse”…, aber es hat was! man bekommt davon keinen tennisarm, keine sehnenscheidenentzündung und man wird endlich nach stunden und nicht nach kilometern bezahlt…

ach ja, noch was hat das zeux: man kann damit so wundervoll unvorbereitet it-techniker in den wahnsinn treiben!!! schon mal gesehen, was passiert, wenn ein junger kollege aus der it-abteilung mit dem zeux wie mit einer maus auf dem tisch herum fährt??? NIX!!! nur sein gesicht bekommt den entzückenden anblick von entsetztem staunen… einfach göttlich! das sind die momente, wo man vor dem kollegen auf den boden fallen und ihm ein freudiges “YOU DID MY DAY!!!” entgegenschmettern möchte, vor allem, wenn selbst im zweiten anlauf das situationsergebnis den selben unterhaltungswert hat… nur die vom lachen angespannten bauchmuskeln verhindern ein ungesteuertes nach-hinten-kippen…

und damit die situation einigermaßen gerettet wird, so meinen dann die it-kollegen, greifen sie zur nächstliegenden maus und rudern damit durch die gegend… wär ja an und für sich kein problem, wenn sie dann aber auch auf den richtigen monitor sehen würden, aber sehr oft… naja, das jedenfalls ist dann in der regel der moment, wo ich hemmungslos aufspringe, mich dem verlangen des lautlachenden krümmens hemmungslos hingebe und davon renne… zur toilette…

tja… und so bleibe ich der einzige “user” mit “trackball” am einen und “mouse” am anderen rechner… und dazwischen immer wieder mal einen entnervten it-techniker…

YOU DID MY DAY!!! danke und bis zur nächsten show!!!

Author:

Im Herzen ein Motorradfahrer, der Zeit seines Lebens sich immer mit Motorrädern, ihren Fahrern und ihrem Denken auseinandergesetzt hat, frei nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel! Entsprechend ist auch der Lebensinhalt ausgerichtet: Morgens schon als erstes die Goldwing im Sinn, dabei nicht alleine, denn auch meine Frau ist vom selben Schlag, eine Bikerin durch und durch...

7 thoughts on “die macht der gewohnheit”

  • In dem Text gibt es nur einen kleinen Fehler: Der Sehnenscheidenentzündung ist es SCHNURZPIPEGAL ob die Maus via Funk und Kabellos oder mit Trackball und Kabel funktioniert. Nach stundenlanger oder kilometerlanger Arbeit mit der Maus tut es immer weh. Und dagegen reden gilt hier nicht, ich spreche aus Erfahrung – alle anderen, die etwas anderes meinen, haben nur noch nie eine wirkliche Sehnenscheidenentzündung gehabt.

  • ich hab noch nie gehört, daß jemand von einem trackball eine sehnenscheidenentzündung bekommen hat… aber was das mit dem kabel anlangt, da geb ich dir auf jeden fall recht…

    gewievte it-freaks drehen dann aber den trackball um und rudern so über’n tisch, nur das klicken ist dann ein bißchen “unbeholfen”, weil sie dafür dann doch die zweite hand brauchen… und das ganze sogar über kreuz! *lach

  • Anmerkung: die Sehnenscheidenentzündung bekommt man ja nicht von der Art, wie die Maus bedient wird sondern von der Handhaltung und da das Teil nicht so gebaut ist, dass das Handgelenk nicht abgewinkelt werd muss, ergibt sich die Sehnenunfreundlichkeit. Somit ist auch wurscht, was für eine Maus es ist – außer du legst deinen Arm auf eine Unterlage, welche das Ganze ausgleicht.

  • genau da ist auch der unterschied zum trackball: du legst die ganze hand auf den trackball und bewegst nur mit den fingern die kugel… die hand liegt in ihrer naturgegebenen wölbung drauf…

  • Die Sehnenscheidenentzündung passiert, wie Gina richtig behauptet, am Handgelenk, was durch dessen Abwinkeln passiert und selten durch die Handhaltung an sich.

  • eben! und beim trackball winkelst nix ab, da liegt die hand in natürlicher haltung drauf! damit auch keine besondere belastung der sehnen und sonstiger teile des menschlichen fahrwerks…

  • Als Physiotherapeut muss ich dir da wiedersprechen, auch wenn ich diese Antworten hier mit Schmunzeln betrachte. Auch beim Trackball wird das Handgelenk abgewinkelt – zwar nicht so stark, aber dennoch.

    Durch das Navigieren mit dem Daumen entstehen desweiteren andere Probleme.

    Also kurzum: Es ist alles eine Belastung wenn man es übertreibt, wie zum Beispiel das 8-Stündige Cursor über den Bildschirm zu jagen, wie es ja durchaus praktiziert wird.

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