Der übliche Winterwahnsinn

Nun ist sie wieder da, die Winterzeit! Und mit ihr der übliche Winterwahnsinn! Tote, wohin das Auge reicht! Verkehrsunfälle ohne Ende! Der pure Wahnsinn!

Wie komme ich drauf? Na, ganz einfach: Mit den Medien werden die Leute schon darauf aufmerksam gemacht, daß es nicht unbedingt sicherheitsfördernd ist, nur kleine Gucklöcher wie in einer Peepshow oder an einem Panzer in den Schnee zu pfriemeln und dann mit einer halben Tonne Schnee am Schädel durch die Landschaft zu tuckern, daß es nötig ist, daß man nachts mit Beleuchtung unterwegs ist… und so weiter… und so fort…

Wie sieht aber die Realität aus? Da gurken Blondinen mit motorisierten Aschenbechern und einem halbe Meter Schnee am Dach im Schrittempo auf völlig geräumten, schneefreien und gerade mal salznassen Straßen durch die Gegend, behindern alle und jeden, gefährden Fußgänger, andere Verkehrsteilnehmer und auch noch sich selbst, da kurven Berufsgeisteskranke in ihren Proletenvans mit viel Festbeleuchtung und ebenfalls kubikmeterweise Schnee auf der Karre wie die Gestörten durchs Land, egal, daß vor kurzem erst ein LKW-Lenker durch eine Eisplatte im Tiefflug beinahe geköpft wurde, und die werten Herren Polizisten, nein, damit sie nicht frieren müssen, ignorieren sie diese Vollidioten auch noch…

Nachts, wenn es schon wieder finster ist, dann kommen noch die ganzen Selbstmörder auf ihren unbeleuchteten Fahrrädern in Leichenanzügen dazu, schwarz wie die Nacht, schwarz wie der Hohlraum in ihren Birnen… gut getarnt, damit die Jagd sicher erfolgreich wird…

Leute, der Wahnsinn greift mit riesigen Pratzen um sich! Suizid ist das Tagesgeschäft der Leichenbeschauer, der quer durch alle Altersklassen die Ernte des Irrsinns einfahren darf…

Herr, laß‘ Hirn vom Himmel fallen, mehr als Schnee in Kärnten, die Menschheit könnt’s gebrauchen!

So, gehabt Euch wohl, ich muß jetzt meinen mittelalterlichen Streitwagen für die heutige Nachtjagd vorbereiten…

Author:

Im Herzen ein Motorradfahrer, der Zeit seines Lebens sich immer mit Motorrädern, ihren Fahrern und ihrem Denken auseinandergesetzt hat, frei nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel! Entsprechend ist auch der Lebensinhalt ausgerichtet: Morgens schon als erstes die Goldwing im Sinn, dabei nicht alleine, denn auch meine Frau ist vom selben Schlag, eine Bikerin durch und durch...

11 thoughts on “Der übliche Winterwahnsinn”

  • Anscheinend schneit es vielen in die geöffnete Schädeldecke.
    Entweder liegt es am permanenten Mangel an Zeit fürs Wesentliche oder an fortgeschrittener Faulheit wenn es ums Scheibenkratzen und Schneekehren geht.

  • hammerhart! hinweise im tv, daß radler und fußgänger sich besser erkennbar kleiden sollten und grad radler sich auch mit licht „bewaffnen“ sollen… dazu immer wieder hinweise, daß schnee am autodach eine ungesicherte last darstellt, die noch dazu auch in österreich nach dem punktesystem geahndet werden kann…

    und wie schaut’s real aus? keine sau kratzt’s, aber wehe, irgendeiner beißt wegen solcher hirnlosigkeit mal wirklich ins gras, dann ist der katzenjammer groß!

    ich wünsch mir jedefalls vom chistkind eine zwei-meter-pfeffermühle aus hartholz… *grml

  • Da Weihnachten vor der Tür steht sind solche Dinge immer wieder etwas, was man auf den Wunschzettel setzen kann.

    Was die Pfeffermühle betrifft, Grazer, so ist diese in leicht verkleinerter Version in der Form eines Baseballschlägers erhältlich.

  • ein baseballschläger könnte als schlagwaffe eingestuft werden… eine pfeffermühle ist und bleibt eine pfeffermühle und damit ein haushaltsgerät, auch wenn man damit hirnlose autofahrer, radfahrer und so erschlagen kann (und es auch tun wird…)

  • Stargazer meint eine Pfeffermühle in _Form_ eines Baseballschlägers. Aufgrund der Tatsache dass es sich eben um eine Pfeffermühle handelt, kann man das Gerät wie schon bemerkt eben nicht als Waffe einstufen

  • ich will aber keine pfeffermühle in form eines baseballschlägers… *stampf*

    meinetwegen kann es auch ein übergroßer salzstreuer sein, hauptsache, er liegt gut in der hand, ist deutlich als küchenfoltergerät zu erkennen und hinterläßt beim aufschlag bei den angeführten hohlraumträgern einen bleibenden eindruck…

  • @ grazer: wenn du di Pfeffermühle oder auch den Salzstreuer in deinem Auto herum führst, dann wird es sicher nicht als Kküchenfoltergerät gesehen, sondern als Schlagwaffe, denn dann müsstest du die Teile auch in einer Küche platzieren.
    Ab gesehen davon, bist du zuschlägst oder die Möglichkeit dazu hättest, ist der Zug doch eh schon lange abgefahren oder du stehst als Schneemann da – da dir gerade der ganze Schnee entgegen geflogen kam.
    Da kann man nur sagen, würdest du die Öffis verwenden, würd es dich weniger stören, da kannst du ganz gelassen drin sitzten, deinen Gedanken hinter her jagen und die Probleme hat der Busfahrer oder der Zugführer!

  • wieso soll ich einen salzstreuer im winter nicht im auto mitführen? dürfen doch die strassenerhalter ja auch??? und was die öffis anlangt, danke, aber anderthalb stunden für 40km ist mir zu lange!!! deutlich zu lange… und abgesehen davon, so wie sich die leute (und nicht nur die jungen!) im zug benehmen, nein, das muß ich morgens nicht haben, hab’s letzten winter ausprobiert und es reicht!

  • @ grazer: dann musst du wohl ein Taxi nehmen, damit du weniger Ärger hast!
    Klar darf man einen Salzstruer mitfürhen, aber wenn der Blut verschmiert ist, wird es verdächtig!

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