Nachhaltigen Lernerfolg erzielen? Aber wie???

Nun, wie erziehlt man einen nachhaltigen Lernerfolg bei der Parkdisziplin der Autofahrer (und natürlich Fahrerinnen!)?

Eigentlich verdammt einfach, so heute in unserer Firma geschehen…

Nun, eine junge Kollegin, Führerscheinneuling (so hat man mir jedenfalls erzählt), macht eigentlich ja nix Schlimmes, sie parkt ja nur ihren Kleinwagen (Marke und Typ tun nix zur Sache, daher erwähne ich auch nicht, daß es sich um eine motorisierte Handtasche „VW P(r)olo“ handelt, natürlich mit Spoiler und Frittentheke und allem drum und dran, man könnte mir ja Neid unterstellen wollen, was aber bei einem waschechten Hardcore-Biker ein sinnloses Unterfangen sein dürfte…) am Firmengelände…

Ist ja wirklich an sich nix Schlimmes… oder doch? Naja, solange es sich nicht um den MOTORRADABSTELLPLATZ handelt, nicht…

Und in diesem Fall handelte es sich wieder einmal um den Motorradabstellplatz, dessen Fläche durch einen Bürgerkäfig nachhaltig dezimiert wird…

Nun, dann sorge man(n) eben für einen ebenso nachhaltigen Lerneffekt…

Alles kein Problem! Mein Kollege, ausnahmsweise mal etwas früher dran als ich, stellt also sein Motorrad auf Handbreite VOR den Kleinwagen…

Dann komme ich… und stelle mein Motorrad auf Handbreite HINTER den Kleinwagen…

Und der Lerneffekt stellt sich dann automatisch ein… Wetten???

Mittagszeit. Freitag auch noch. Und das Wochenende ruft. Und mein Kollege geht grad zum Essen. Und mein Telefon läutet.

Und mein Telfeon läutet.

Und läutet.

Ich hebe ab.

Zentrale… komisch, irgendwie hab ich solch einen Anruf schon erwartet…

„Weißt Du, da steht eine junge Kollegin vor mir und sagt, daß zwei Motorräder ihr Auto so eingeparkt haben, daß sie nicht raus kann… weißt Du, wem diese Motorräder gehören?“

Ich??? Zwei Motorräder??? Ein Auto zugeparkt??? Hääähhh???

„Welche zwei Motorräder und welches Auto?“

„Ein schwarzer Kleinwagen… davor ein blaues Motorrad mit dornbirner Kennzeichen…“

„Ahhh, ja, das ist das Motorrad von Klaus… aber der ist nicht da, der ist grad zum Essen gegangen… und welches noch?“

„So eine große, schwarze Maschine…“

„Schwarz? Das ist meine!“

„Könntest du bitte wegfahren, daß die Kollegin raus kann?“

„Öhhhh, für zwei Meter starte ich aber den Motor nicht, da muß sie halt Schieben helfen… und ein bißchen Geduld haben, ich muß den Schlüssel erst aus dem Keller holen…“

Ich komme also vom Keller hoch, da steht sie, die junge Kollegin und lächelt mich ganz verlegen an… Sie habe am Morgen die Tafel nicht gesehen… und die Stahlplatten auch nicht, die da liegen…

„Also,“ erkläre ich ihr, „die Stahlplatten sind dafür, daß die Motorräder nicht einsinken, weil sie so schwer sind, aber das ist ja nicht so dramatisch, Du mußt mir nur raus schieben helfen, weil in den Schlapfen kann ich nicht fahren und die Stiefel wollte ich jetzt nicht grad anziehen… und eine gute Vierteltonne ist mir zum Schieben zu schwer…“

Große Augen… „Eine Vierteltonne? Sooooo schwer???“

Und brav hat sie geschoben… und am Montag bringt sie dann noch meinem Kollegen Klaus und mir einen Kaffee und außerdem, dort parkt sie nie mehr… sie hat ja noch nie dort geparkt und die Tafel, die kennt sie jetzt sehr gut…

Lerneffekt erzielt, Montag-Morgen-Kaffee gesichert und Spaß und gute Laune für’s Wochenende auch…

Author:

Im Herzen ein Motorradfahrer, der Zeit seines Lebens sich immer mit Motorrädern, ihren Fahrern und ihrem Denken auseinandergesetzt hat, frei nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel! Entsprechend ist auch der Lebensinhalt ausgerichtet: Morgens schon als erstes die Goldwing im Sinn, dabei nicht alleine, denn auch meine Frau ist vom selben Schlag, eine Bikerin durch und durch...

16 thoughts on “Nachhaltigen Lernerfolg erzielen? Aber wie???”

  • hab vergessen, sie dran zu erinnern… aber was soll’s, automatenkaffee ist halt auch nur automatenkaffee… *grins

  • @ Grazer: typisch Mann, aber wehe Frau zeigt euch eure Fehler auf, dann geht es nicht lange und es ist explosions Gefahr!
    @ Stargazer: du brauchst auch zwischen durch die harte Tour, wenn es ums verschieben in dein Langzeitgedächnis geht, sei nur froh, dass es deine Umwelt manchmal etwas netter macht als der Grazer mit seinen Kolleginnen.

  • Gina, du kennst mich, ich bin kein netter mensch, weil wär‘ ich einer, würdest du mich dann kennen wollen??? ;-))

  • @Grazer: Ich lernen alles und jeden kennen, denn auch wenn ich niemanden anquatsche werde ich angequatscht, das ist Berufskrankheit – ich hab auf mir irgendwo eine Leuchtschrift mit „Hier kannst du alles loswerden“ versteckt (alles sehen diese, nur ich nicht, sonst hätte ich sie schon entfernen lassen). Abgesehen davon, böse Menschen begrüße ich nicht so freundlich wie dich und da nehme ich auch keinen pieksenden Bart in kauf.

  • nicht geprägt, gina, das sind die furchen der altersweisheit, wo man sogar erdäpfel drinnen anbauen könnte…

  • @ grazer: ich glaube, dass ich dich das nächste Mal, wenn ich dich sehe, gar nicht mehr erkennen werde, wenn du so tiefe Furchen hast :-)

  • @ grazer: wenn der aber davor gefüllt wird mit Flüssigkeit, wird es dir wohl schwer fallen, dich erkennbar zu machenn :-) stargazer hat dich ja auf einen Kaffee eingeladen und bekanntlich hat man dann den Mund voll

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