Warum Facebook böse ist

Das ist mal ein starker Titel, was? Aber ich habe meine Gründe für diesen und möchte einfach mal ein bisschen zum Nachdenken anregen und mit der Zeit spielen, bevor es viele Leute in den goldenen Käfig von Facebook trieb.

Sehen wir uns einmal an, womit wir es zu tun haben: Facebook als solches ist eigentlich nur eine Webseite – mal aus der Sicht des einfachen Menschen betrachtet. Eine riesige Webseite – aber immer noch genau das. Eine Webseite muss irgendwo gehostet und natürlich gepflegt werden und Leute wie ich machen das in der eigenen Freizeit und tragen die Kosten selbst. Firmen die Webseiten betreiben, stellen Leute dafür an, damit die Sache läuft, was wiederum Ausgaben verursacht, da die Leute – sofern sie nicht Ehrenamtlich arbeiten – am Ende des Monats ihren Lohn auf dem Konto haben wollen um einfach zu leben.

Im Fall von Facebook halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass es dort viele Leute gibt, die ehrenamtlich dort arbeiten und entwickeln. Somit beziehen sie ein Einkommen.

Nun die Frage, die sich hier aufdrängt: Woher nimmt Facebook sein Geld? Das erste was einem hier in den Sinn kommt mag Werbung sein. Werbung an sich ist meiner Meinung nach nur ein Teil der Wahrheit, da Werbung an sich nicht wirklich viel bringt, wenn man sie einfach so in den Raum wirft. Menschen denen man nur Anzeigen sinnlos einblendet, das bringt absolut nichts. Also geht Facebook weiter und analysiert was wir machen und generiert daraus ein Profil, auf das die am Besten abgestimmten Werbungen gezeigt werden. Ein gutes Beispiel wäre zB dass nur Frauen Makeup-Produkte gezeigt bekommen und keine Männer – es sei denn, sie haben mit dem Krempel auch zu tun.

Wie man an diesem Beispiel erkennen kann, wird da ziemlich hart gesammelt und geschnüffelt und es gibt sogar Gerüchte über spionierende Apps auf Smartphones. Aber um dem Ganzen natürlich noch eins drauf zu setzen wird dieser Datenpool auch noch verkauft. Zugegebenermaßen macht es mich nicht unbedingt glücklich, dass ich da zu einem einfachen Datensatz werde, der so weit es geht gemolken und abgegrast wird. Sollte die Sache hier zu abstrus klingen, möchte ich gerne an den Fall von cambridge analytica erinnern, welcher ja ach so große Wellen geschlagen hat und so ziemlich keine nennenswerten Konsequenzen gebracht hat, da sich ja nichts groß geändert hat. Ist ja noch ziemlich alles beim Alten. Also meine persönliche Konsequenz ist der Ausstieg, mein persönlicher Fexit und ein Zurückgehen zu meinen Blogs und dem Zeug das ich vor dem Facebook-Zwang tat, da mich Freunde und Familie dazu nötigten um Kontakt zu halten.

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