Malware und Umweltverschmutzung

Das Aktuelle Thema mag einem Fachmann zu allererst einmal ein breites Grinsen entlocken bevor man einen Blick auf den Kalender wirft, um festzustellen, dass der erste April schon vorbei ist – aber haben wir uns schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie umweltschädlich Computerviren eigentlich wirklich sind?

Dass man sich darüber wirklich den Kopf zerbrechen kann, zeigen die Avert-Labs in ihrem Blog, was ich hier als kleine Milchmädchenrechnung nachvollziehen möchte:

Der Stromverbrauch von Rechnern, Switches und Routern hängt von ihrer Auslastung ab. Das heisst, je mehr ein solches Gerät an Arbeit zu verrichten hat, desto mehr Strom verbraucht es. Im Norbalbetrieb verbraucht so ein Rechner laut dem Oxford Environmental Change Institute im Schnitt etwa 76 Watt wenn er nichts tut. Durch Viren steigt die CPU Last und somit der Stromverbrauch auf etwa 114 Watt an.

Rechnen wir nun einmal, dass ein klassisches Botnetz mal kurzerhand aus mehreren tausend infizierten Rechnern besteht, welche nun allesamt durch den Virus um etwa 30 Watt mehr Strom benötigen. Dazu kommen noch Router und andere Komponenten, was uns kurzerhand einen Mehrverbrauch von einem Haushalt in der Zeit von 8 Jahren beschert.

Heißt das nun, dass ich durch meine Arbeit mit den Honeypots, auch noch die Umwelt schütze, wenn ich mithelfe, Botnetze zu finden und auszuheben?

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One thought on “Malware und Umweltverschmutzung”

  • Absolutely!!! , keep up tracking and killing as many botnets as you can.
    it’s amazing what one can do for the planet if you put your mind to it. ;-)

    „the best way to predict the future is to invent it“ -Alan Kay

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