{"id":972,"date":"2009-06-22T07:16:52","date_gmt":"2009-06-22T06:16:52","guid":{"rendered":"http:\/\/my.stargazer.at\/?p=972"},"modified":"2009-06-22T07:16:52","modified_gmt":"2009-06-22T06:16:52","slug":"if-you-return-from-traveling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/my.stargazer.at\/de\/2009\/06\/22\/if-you-return-from-traveling\/","title":{"rendered":"Wenn jemand eine Reise tut"},"content":{"rendered":"<p>Ab und an ist das Leben gemein &#8211; so auch hier: mein Vorhaben in meinem Urlaub nach Hamburg zu fahren stand definitiv unter keinem guten Stern. Doch am Besten erz\u00e4hle ich alles von Anfang an&#8230;<\/p>\n<p>Es beginnt damit, dass ich erst sehr viel versp\u00e4tet und mit entsprechender Laune abreisen kann &#8211; mit dem eigenen PKW auf der Autobahn. Doch das Gl\u00fcck wehrt nicht lange. Ausnahmsweise kein hirnverbrannter Verkehrsteilnehmer, sondern das Aufleuchten einer gelben Lampe am Armaturenbrett bremst meine Fahrt. Dank Navi findet sich schnell eine Werkstatt in unmittelbarer N\u00e4he &#8211; nur 12 Kilometer ohne Autobahn.<\/p>\n<p><!--more-->Um es richtig zu machen, bl\u00e4ttere ich in der Betriebsanleitung, wo es hei\u00dft, dass die Weiterreise tunlichst zu unterlassen sei. Da es zu dieser Zeit mitten in der Nacht ist, beschlie\u00dfe ich das Auto eben zur Werkstatt zu schieben, da keine Werkstatt um diese Zeit offen hat.<\/p>\n<p>Ein paar Stunden sp\u00e4ter stehe ich vor der T\u00fcr der Werkstatt, welche mir nach ihrem \u00d6ffnen am darauffolgenden Tag erkl\u00e4rt, dass mir hier nicht geholfen werden kann. Als Trost bekomme ich jedoch die Adresse einer Citroen Werkstatt, welche ich prompt per Navi anpeile und mich auf den Weg mache. Dort angekommen wird mir erkl\u00e4rt, dass der Wagen automatisch die Motorleistung drosselt und man mit einem Notprogramm weiterfahren k\u00f6nnte. Angeblich von Hamburg bis Graz, wenn es sein m\u00fcsste&#8230;<\/p>\n<p>Dann kommt der Wagen an den Pr\u00fcfcomputer, welcher nichts findet. Der Fehler wurde angeblich vom Ansaugluft-Sensor oder \u00e4hnlichem Ger\u00fcmpel gemeldet und ist derzeit nicht vorhanden.<\/p>\n<p>Der Fehlerstatus wurde zur\u00fcckgesetzt und ich solle doch weiter fahren. 50 Euro leichter und vorerst erleichtert setzte ich meine Reise fort, bis sofort danach der Fehler wieder auftritt und die Warnleuchte angeht. Das Notprogramm, wie wir es bereits kennen und lieben. Da der Werkstatt-Typ mir die Weiterfahrt als m\u00f6glich erkl\u00e4rt hat, tue ich dies um bei der n\u00e4chsten Gelegenheit die Autobahn zu verlassen. Ich schaffte es mit letzter Not diese zu verlassen, wo ich endg\u00fcltig liegen blieb.<\/p>\n<p>Als braver Mensch beginne ich mit dem Anlegen der Warnweste nach Aktivierung der Warnblinkanlage um das Pannendreieck aufzustellen um danach noch in einiger Sicherheit einige Notrufe abzusetzen. Mein Kollege in Hamburg mobilisierte in der Zwischenzeit jemanden, der mich von der aktuellen Position einsammeln durfte.<\/p>\n<p>Der Wagen blinkte am Stra\u00dfenrand vor sich hin, just neben einem Schotterparkplatz, wo auch prompt jemand hielt. Doch der Halt des Herren war nicht erhoffte Hilfe. Im Gegenteil. Er legte eine Pinkelpause ein und fuhr dann weiter &#8211; genau so wie andere Leute. Keiner fragte ob es Probleme gab w\u00e4hrend ich mit der Warnweste bekleidet die Abschlepp-\u00d6se montierte um den Wagen f\u00fcr den Abtransport fertig zu bekommen.<\/p>\n<p>Eines ist auf jeden Fall klar: Bemerkt wurde ich, da sich alle vorbeifahrenden Leute nach mir umdrehten. Es ist ein Armutszeugnis der heutigen Gesellschaft dass niemand mehr Hilfe leisten will und es nicht einmal versucht.<\/p>\n<p>Das Auto kam in eine Werkstatt welche wieder ihr Gl\u00fcck versuchte w\u00e4hrend ich bei Mixter war. Zwei Tage sp\u00e4ter bekam ich mein Auto wieder und freute mich schon gedanklich auf mein Bett. Doch nach 28,7 km hatte ich ausgetr\u00e4umt da sich wieder das altbekannte gelbe Licht zu Wort meldete und ich wieder liegen blieb &#8211; mit einer Laune die jetzt am absoluten Tiefpunkt angelangt war.<\/p>\n<p>Also nochmal die ganze Pannen\u00fcbung durchexerzieren: Weste an, Dreieck raus. Stinksauer rief ich beim Citroen-Notdienst an, welcher mir Abschleppdienst und Leihauto versprach. Zeit verging und kein Schwein hielt &#8211; wie schon erlebt. Da ich schon den Notdienst angerufen hatte und auf dessen R\u00fcckruf harrte, waren dies sehr lange Minuten &#8211; viel l\u00e4nger als jene, die einem vor dem PC begegnen.<\/p>\n<p>Dann endlich &#8211; ein R\u00fcckruf: Ich wurde vom Notdienst gefragt ob ich ein Hotel ben\u00f6tige und ob ich eine Kreditkarte h\u00e4tte. Ich begann das Problem f\u00f6rmlich zu riechen: Der Leihwagen w\u00fcrde teuer werden. Ich beschloss also dankend abzulehnen und begann den Fehler des Autos auf einem Blatt Papier niederzuschreiben und dieses mit Schl\u00fcssel und Papieren in den Briefkasten der Werkstatt zu stopfen. Danach folgte ein durchaus interessanter Fu\u00dfmarsch durch Hamburg, bis mich der Einsammeldienst meines Kollegen wieder aufpickte.<\/p>\n<p>Nach einigen Tagen hatte ich dann mein Auto wieder und eine kleine Fehlerbeschreibung, die durchaus Biss hatte: Der Stecker der Hochdruckpumpe war durchgeschmort.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Mal nehme ich den Flieger&#8230;<br \/>\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab und an ist das Leben gemein &#8211; so auch hier: mein Vorhaben in meinem Urlaub nach Hamburg zu fahren stand definitiv unter keinem guten Stern. Doch am Besten erz\u00e4hle ich alles von Anfang an&#8230; Es beginnt damit, dass ich erst sehr viel versp\u00e4tet und mit entsprechender Laune abreisen kann &#8211; mit dem eigenen PKW auf der Autobahn. 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