{"id":924,"date":"2009-03-12T11:31:30","date_gmt":"2009-03-12T10:31:30","guid":{"rendered":"http:\/\/my.stargazer.at\/?p=924"},"modified":"2009-03-12T11:31:30","modified_gmt":"2009-03-12T10:31:30","slug":"lenovo-w500-part-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/my.stargazer.at\/de\/2009\/03\/12\/lenovo-w500-part-2\/","title":{"rendered":"Lenovo W500 &#8211; Part 2"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich das Einrichten meiner Windows Installation abgeschlossen hatte, war es an der Zeit einmal die produktive Arbeitsumgebung in Angriff zu nehmen &#8211; Gentoo Linux. Wie bereits im vorhergegangenen Post erkl\u00e4rt, handelt es sich um ein 64 Bit System, was auch dementsprechend installiert werden sollte. Doch bevor ich mich den Freuden des vor-gcc-output-dahinmeditierens hingeben kann, werden einige Eckdaten des Rechners begutachtet. Die CPU wartet mit zwei Kernen auf, welche sich schon ziemlich m\u00e4chtig anh\u00f6ren:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote>\n<pre>denkbrett \/ # cat \/proc\/cpuinfo\r\nprocessor       : 0\r\nvendor_id       : GenuineIntel\r\ncpu family      : 6\r\nmodel           : 23\r\nmodel name      : Intel(R) Core(TM)2 Duo CPU     T9600  @ 2.80GHz\r\nstepping        : 6\r\ncpu MHz         : 2792.854\r\ncache size      : 6144 KB\r\nphysical id     : 0\r\nsiblings        : 2\r\ncore id         : 0\r\ncpu cores       : 2\r\napicid          : 0\r\ninitial apicid  : 0\r\nfpu             : yes\r\nfpu_exception   : yes\r\ncpuid level     : 10\r\nwp              : yes\r\nflags           : fpu vme de pse tsc msr pae mce cx8 apic sep mtrr pge mca cmov pat\r\npse36 clflush dts acpi mmx fxsr sse sse2 ss ht tm pbe syscall nx lm constant_tsc\r\narch_perfmon pebs bts rep_good pni dtes64 monitor ds_cpl vmx smx est tm2 ssse3\r\ncx16 xtpr pdcm sse4_1 lahf_lm tpr_shadow vnmi flexpriority\r\nbogomips        : 5587.44\r\nclflush size    : 64\r\ncache_alignment : 64\r\naddress sizes   : 36 bits physical, 48 bits virtual\r\npower management:<\/pre>\n<\/blockquote>\n<p>Ich erspare und hier das Auflisten des zweiten Kerns, da er die gleichen Daten besitzt wie der Erste. Aus diesen CPU Daten ergeben sich die CFlags &#8222;-march=core2 -O2 -pipe&#8220;. Da dies jedoch erst von neueren GCC Versionen unterst\u00fctzt wird, begn\u00fcgen wir uns einstweilen mit &#8222;-march=nocona -O2 -pipe&#8220;, bis wir den neuen Compiler haben. Die n\u00e4chste Ausgabe die von Bedeutung ist, zeigt lspci:<\/p>\n<blockquote>\n<pre>\r\n00:00.0 Host bridge: Intel Corporation Mobile 4 Series Chipset Memory Controller Hub (rev 07)\r\n00:01.0 PCI bridge: Intel Corporation Mobile 4 Series Chipset PCI Express Graphics Port (rev 07)\r\n00:02.0 VGA compatible controller: Intel Corporation Mobile 4 Series Chipset Integrated Graphics Controller (rev 07)\r\n00:03.0 Communication controller: Intel Corporation Mobile 4 Series Chipset MEI Controller (rev 07)\r\n00:03.2 IDE interface: Intel Corporation Mobile 4 Series Chipset PT IDER Controller (rev 07)\r\n00:03.3 Serial controller: Intel Corporation Mobile 4 Series Chipset AMT SOL Redirection (rev 07)\r\n00:19.0 Ethernet controller: Intel Corporation 82567LM Gigabit Network Connection (rev 03)\r\n00:1a.0 USB Controller: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) USB UHCI Controller #4 (rev 03)\r\n00:1a.1 USB Controller: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) USB UHCI Controller #5 (rev 03)\r\n00:1a.2 USB Controller: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) USB UHCI Controller #6 (rev 03)\r\n00:1a.7 USB Controller: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) USB2 EHCI Controller #2 (rev 03)\r\n00:1b.0 Audio device: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) HD Audio Controller (rev 03)\r\n00:1c.0 PCI bridge: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) PCI Express Port 1 (rev 03)\r\n00:1c.1 PCI bridge: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) PCI Express Port 2 (rev 03)\r\n00:1c.2 PCI bridge: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) PCI Express Port 3 (rev 03)\r\n00:1c.3 PCI bridge: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) PCI Express Port 4 (rev 03)\r\n00:1c.4 PCI bridge: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) PCI Express Port 5 (rev 03)\r\n00:1d.0 USB Controller: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) USB UHCI Controller #1 (rev 03)\r\n00:1d.1 USB Controller: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) USB UHCI Controller #2 (rev 03)\r\n00:1d.2 USB Controller: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) USB UHCI Controller #3 (rev 03)\r\n00:1d.7 USB Controller: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) USB2 EHCI Controller #1 (rev 03)\r\n00:1e.0 PCI bridge: Intel Corporation 82801 Mobile PCI Bridge (rev 93)\r\n00:1f.0 ISA bridge: Intel Corporation ICH9M-E LPC Interface Controller (rev 03)\r\n00:1f.2 SATA controller: Intel Corporation ICH9M\/M-E SATA AHCI Controller (rev 03)\r\n00:1f.3 SMBus: Intel Corporation 82801I (ICH9 Family) SMBus Controller (rev 03)\r\n01:00.0 VGA compatible controller: ATI Technologies Inc Mobility Radeon HD 3650\r\n03:00.0 Network controller: Intel Corporation Wireless WiFi Link 5300\r\n04:00.0 Memory controller: Intel Corporation Turbo Memory Controller (rev 11)\r\n15:00.0 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev ba)\r\n15:00.1 FireWire (IEEE 1394): Ricoh Co Ltd R5C832 IEEE 1394 Controller (rev 04)\r\n15:00.2 SD Host controller: Ricoh Co Ltd R5C822 SD\/SDIO\/MMC\/MS\/MSPro Host Adapter (rev 21)\r\n15:00.3 System peripheral: Ricoh Co Ltd R5C843 MMC Host Controller (rev 11)\r\n15:00.4 System peripheral: Ricoh Co Ltd R5C592 Memory Stick Bus Host Adapter (rev 11)\r\n15:00.5 System peripheral: Ricoh Co Ltd xD-Picture Card Controller (rev 11)<\/pre>\n<\/blockquote>\n<p>Ich muss zugeben, ich habe selten so lange Listen bei der Eingabe von lspci gesehen &#8211; aber man merkt schon, dass Lenovo hier nicht bei den Komponenten gespart hat und das Ding wirklich alles drin hat, was man sich so w\u00fcnschen kann. Als alter Gentoo Freak bin ich einer der wenigen Leute, die noch unsupportete Stage1 Installationen durchf\u00fchren. Doch was bedeutet schon Support, wenn keine Firma hinter einem Produkt steht?<\/p>\n<p>Nach dem kleinen Exkurs in die Bus-Systeme des Notebooks teile ich den freien Plattenplatz in einzelne Partitionen ein. Die Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll ist, \/boot, \/home und den Portage auf jeweils eigene Partitionen auszulagern. Die Bootpartition enth\u00e4lt den Kernel und sollte deshalb schon aus dem Schussfeld sein. Ein weiterer Grund ist der Bootloader, welcher mein Root-Filesystem nicht unterst\u00fctzt. Die Homeverzeichnisse lagere ich schon prinzipiell auf eine eigene Partition aus, um sie im Falle einer Neuinstallation einfach unangetastet liegen lassen zu k\u00f6nnen. Portage als solches ist wegen seiner Fragmentierung ausgelagert, damit durch das st\u00e4ndige Synchronisieren weniger Datenchaos auf dem Root-Filesystem angerichtet wird.<\/p>\n<p>Nach dem Mounten der Partitionen folgt das Auspacken des Stage-Archivs und das chroot Kommando um in die werdende Gentoo-Umgebung zu gelangen, wo die make.conf angepasst wird. W\u00e4hrend des Bootstrap empfiehlt es sich, ein Zweitger\u00e4t anzuwerfen und ein langes Spiel zu spielen oder einfach ein Nickerchen zu machen, da sich der Bootstrap Prozess durchaus ziehen kann. Doch es zahlt sich aus. Aufgrund der neuen Hardware ist es g\u00fcnstig, ACCEPT_KEYWORDS auf &#8222;~amd64&#8243; zu setzen. ~arch bedeutet unstable bzw testing und enth\u00e4lt neuere Treiber und Programme, ist jedoch nicht so gut getestet, wie die stabile Umgebung. Um den Bootstrap Prozess vern\u00fcnftig zu \u00fcberleben, empfiehlt es sich jedoch den ACCEPT_KEYWORDS Eintrag erst nach dem Bootstrap zu setzen.<\/p>\n<p>Da Gentoo Testing den neuen GCC enth\u00e4lt, ist es zielf\u00fchrend, diesen noch vor dem &#8222;emerge -e system&#8220; Prozess upzudaten. Dies ist nach dem Bootstrap problemlos m\u00f6glich und erlaubt uns sogar die zur CPU passenden CFLAGS zu setzen, was uns am Ende doch einen sp\u00fcrbaren Performance-Schub bringt. Selbst beim Compilieren. Was die make.conf betrifft, sind noch folgende Eintr\u00e4ge zielf\u00fchrend:<\/p>\n<blockquote><p>ALSA_CARDS=&#8220;hda-intel&#8220;<br \/>\nINPUT_DEVICES=&#8220;keyboard mouse wacom evdev synaptics&#8220;<br \/>\nVIDEO_CARDS=&#8220;intel vesa radeon radeonhd fglrx&#8220;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Sp\u00e4testens jetzt muss dem aufmerksamen Leser etwas ins Auge stechen: Das System besitzt zwei Graphikkarten obwohl es nur ein Laptop ist. Der Grund ist, dass die Intel-Graphikkarte weniger Strom als die ATI Karte ben\u00f6tigt und somit f\u00fcr Anwendungen eingesetzt werden kann, wo man nicht die Leistung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>F\u00fcr heute habe ich noch ein bisschen Compiling vor mir &#8211; und ich hoffe wir lesen uns wieder, wenn es an den dritten Teil dieser Serie geht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich das Einrichten meiner Windows Installation abgeschlossen hatte, war es an der Zeit einmal die produktive Arbeitsumgebung in Angriff zu nehmen &#8211; Gentoo Linux. Wie bereits im vorhergegangenen Post erkl\u00e4rt, handelt es sich um ein 64 Bit System, was auch dementsprechend installiert werden sollte. 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