{"id":115,"date":"2006-07-14T10:36:20","date_gmt":"2006-07-14T08:36:20","guid":{"rendered":"http:\/\/my.stargazer.at\/?p=115"},"modified":"2006-07-14T10:36:20","modified_gmt":"2006-07-14T08:36:20","slug":"einmal-bregenz-graz-und-retour-mit-250-ccm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/my.stargazer.at\/de\/2006\/07\/14\/einmal-bregenz-graz-und-retour-mit-250-ccm\/","title":{"rendered":"Einmal Bregenz-Graz und retour mit 250 ccm"},"content":{"rendered":"<p>  Im Grunde sind die beiden Hobel, meine 250&#8217;er Helix und die 250&#8217;er Virago meiner Frau, ja nicht wirklich Langstreckenhobel, sondern eher Fahrzeuge f\u00fcr den Nahverkehrsbereich. Klingt komisch, ist aber so. Wie soll es denn bei 17 Pferden (Helix) bzw. 14 Pferden (Virago) anders sein?<\/p>\n<p>  Trotzdem, wir wollen es wagen, also werden am Vorabend Gep\u00e4ck und Reiseproviant vorbereitet und am n\u00e4chsten Morgen in der Helix verstaut. Sinnvollerweise habe ich noch vier Abspannlaschen montiert, soda\u00df ich eine kleinere Sporttasche im Durchstieg meines Riesenrollers plazieren kann.<\/p>\n<p>  Abfahrt aus dem heimatlichen Bregenz um 9.30 MEZ, mal sehen, wie sich Zeitverschiebung und Jetlag auf uns und unsere &#8222;Mopeds&#8220; auswirken&#8230;<!--more--><\/p>\n<p>  Tankstop mit Luftkontrolle und Anpassen des Reifenluftdrucks an die Lasten und dann ab auf die Autobahn Richtung M\u00fcnchen. So mit 95 bis 100 km\/h l\u00e4\u00dft es sich gem\u00fctlich dahingleiten, ohne gro\u00dfartige \u00dcberholman\u00f6ver starten zu m\u00fcssen. Der Verkehr auf deutschen Autobahnen h\u00e4lt sich in Grenzen, wir kommen gut voran. Es kommt nur selten zu etwas brezligeren Situationen, offenbar hat es sich herumgesprochen, da\u00df Biker ebenfalls eine komplette Spur ben\u00fctzen wollen und das auch tun; hin und wieder sind da ein paar Autofahrer, die ihre Konservenb\u00fcchse mit einem Skateboard verwechseln und einen kompletten Spurwechsel nicht schaffen, vornehmlich \u00d6sterreicher und Schweizer. Offenbar weckt die WM die R\u00fccksicht der deutschen Autofahrer auf ausl\u00e4ndische G\u00e4ste&#8230;<\/p>\n<p>  Unser Sitzfleisch meldet einen Positionswechsel auf dem Sattel mit leichten Einschlafeffekten an, da M\u00fcnchen bereits erreicht ist und wir prophylaktisch tanken wollen, k\u00f6nnen wir dieser sanften Aufforderung Folge leisten ehe es zu Schmerzen kommt. Knapp, aber das Absteigen funktioniert noch ohne Aufsehen zu erregen&#8230;<\/p>\n<p>  Tankstop beendet, weiter nach Salzburg&#8230; \u00d6sterreich, wir kommen!<\/p>\n<p>  Und wie wir kommen&#8230; 96dB der Virago erf\u00fcllen die Luft an der Raststation Walserberg, wo wir wieder tanken, mit dezentem, aber un\u00fcberh\u00f6rbaren Donnergrollen, meine Helix schleicht mit dezentem R\u00fclpsen ebenfalls an die Zapfs\u00e4ule&#8230; und wir nach dem Tanken an den Tresen zum Kaffee&#8230;<\/p>\n<p>  Nur noch knapp 250 km nach Graz, also 187 von Bregenz nach M\u00fcnchen, 149 von M\u00fcnchen nach Salzburg, also den Gro\u00dfteil der Strecke h\u00e4tten wir ja schon geschafft, und das in lockeren 7 Stunden mit Pausen&#8230; Wir waren recht zufrieden und das Wetter war gut, daher waren wir auch gut gelaunt&#8230;<\/p>\n<p>  Zu erw\u00e4hnen ist nur das Vorkommnis, da\u00df bei einer Autobahnbaustelle, wo es sich logischerweise staute, zwar die deutschen Verkehrsteilnehmer uns eine Gasse im Stau frei machten, damit wir in der Hitzeweiter fahren konnten. Einzig die \u00f6sterreichischen Lenker machten diese Gasse zu, die uns sogar deutsche LKW-Lenker und Buslenker ge\u00f6ffnet hatten&#8230; Wir sch\u00e4mten uns daf\u00fcr, \u00d6sterreicher zu sein&#8230;<\/p>\n<p>  Jedenfalls, wir machten uns auf die letzte Etappe, von Salzburg nach Graz&#8230; Knapp vor der Raststation Golling kam es dann zu einer heiklen Situation, als wir einen Sattelzug \u00fcberholten&#8230; Als ich in gleicher H\u00f6he mit der Hinterachse der Zugmaschine war, platzte der Hinterreifen, direkt neben mir! Ein Knall, da\u00df ich im Schreck fast von der Helix gekippt w\u00e4re, Panikattacke, hatte mein Roller einen Schaden? Doch rechts neben mir sah ich eine Rauchwolke, Gummiteile flogen umher, schlugen in meiner Verkleidung ein, im Spiegel sah ich noch, wie meine Frau ebenfalls von den Reifenteilen getroffen wurde, sich aber auf ihrem Bike halten und dieses in der Spur halten konnte, der Fahrer lie\u00df seinen Zug ausrollen, fing ihn ab und brachte ihn am Standstreifen zum Stehen.<\/p>\n<p>  Wir fuhren weiter, pochenden Herzens, nur nicht stehen bleiben, wer wei\u00df, ob wir dann noch weiter fahren w\u00fcrden&#8230;<\/p>\n<p>  Knoten St. Michael, 44 km bis Graz, welch eine Freude! Umfahren des Gleinalmtunnels, n\u00e4chstes Schild 77 km bis Graz&#8230; WAAAAAS??? Klar, \u00fcber Bruck an der Mur sind es 33 km mehr nach Graz als durch den Tunnel, aber daf\u00fcr ist es angenehmer zu fahren.<\/p>\n<p>  Um 21.00 Uhr MEZ sind wir ohne wesentliche Zeitverschiebung in Graz angekommen, zum Abschlu\u00df noch eine Revolution unserer Gesa\u00e4\u00dfmuskeln, dann Dusche und ab ins Bett&#8230;<\/p>\n<p>  Zwei Tage sp\u00e4ter das Ganze in der umgekehrten Richtung&#8230; In Summe so um die 1500 km in vier Tagen&#8230;<\/p>\n<p>  Fazit: Heuer machen wir so etwas nimmer, aber es kommt ja bald 2007&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Grunde sind die beiden Hobel, meine 250&#8217;er Helix und die 250&#8217;er Virago meiner Frau, ja nicht wirklich Langstreckenhobel, sondern eher Fahrzeuge f\u00fcr den Nahverkehrsbereich. Klingt komisch, ist aber so. Wie soll es denn bei 17 Pferden (Helix) bzw. 14 Pferden (Virago) anders sein? 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