Morgenkaffee
gestern morgen bekam ich auf dem weg zur arbeit einen kaffee serviert… nur leider nicht so, daß ich auch freude dran hätte!
auf der landstraße fuhr ein sattelzug vor mir, sonst war niemand weit und breit zu sehen, außer einem zug in einiger entfernung im gegenverkehr, klar, auf einer gerade sieht man doch recht weit, aber da ich keinen stress hatte, blieb ich dahinter und genoß für’s erste mal die beschauliche fahrt! und immerhin 80 waren wir in etwa unterwegs und mehr war ja auch nicht erlaubt… eigentlich waren da sogar nur 60 erlaubt…
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aus dem tagebuch eines alten bikers 37
Irgendwie sind sie ja putzig, die rucksäcke und kleinen schultaschen, an welchen vorne kinder ran geschnallt sind… ja, sind wirklich putzig, die kleinen! vor allem, wenn sie dann so auf cool, lässig und wichtig machen, da könnte es so einen alten sack wie mich fast vom bock werfen! und so ganz nebenbei erinnern sie mich an meine kleinen, die waren ja auch nicht anders! vor allem, wenn dann noch die freunde und nachbarskinder dabei sind… da wird gequasselt, natürlich nur die allerwichtigsten themen, mit aller ernsthaftigkeit, so als ob sie gerade einen plan zur sicherung des weltfriedens und der benzinreserven ausarbeiten würden… einfach putzig…
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aus dem tagebuch eines alten bikers 36
mittlerweilen bin ich schon etwas mehr als ein jahr goldwinger. es wird an der zeit, einmal eine zwischenbilanz über diese zweirad-beziehung zu ziehen und vorsichtig in die zukunft zu blicken, sofern es eine geben kann… immerhin ist eine goldwing unbestritten eine eigene kategorie motorrad, welche mit nichts aus dem herkömmlichen spektrum zu vergleichen ist.
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aus dem tagebuch eines alten bikers 35
licht am ende vom tunnel… ja, so könnte man es nennen! morgens, da ist es schon recht hell, zwar noch lange nicht sonnig oder klar, aber deutlich heller als in den letzten wochen, und abends, da ist es noch immer irgendwie hell, manchmal, da sind sogar noch sonnenflecken zu erkennen, also wolkenlose stellen…
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aus dem tagebuch eines alten bikers 34
Es reicht langsam! die winter-depp-ression erreicht ihren höhepunkt und meinen tiefstpunkt! nachts träume ich mittlerweilen schon von burnouts mit der wing! leide ich nun am burnout-syndrom oder was? burnouts mit der wing? wie pervers! klar, bei dem drehmoment wär’s kein problem, aber tut man sowas einem reisedampfer an? also, ich sicher nicht! oder doch? wenn wieder ein neuer reifen fällig ist? und wer putzt dann die kiste? neeee… nix burnout mit der wing!
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aus dem tagebuch eines alten bikers 33
der wahnsinn hat system! wie ich da drauf komme??? na, ist doch logisch! wie schaut’s denn aus? da gibt es nun mal den winter. Und im winter gibt es schnee. und wenn schnee liegt, kannst nicht mopedfahren. also mußt mit bus und bahn oder eben bürgerkäfig den weg zur arbeit und wieder heim bewältigen. und weil schnee liegt, sind viele mit den depperten brettln unterwegs. und weil sie es nicht kapieren, haben sie natürlich auch noch sommerreifen drauf und keine schneeketten mit. also bleiben sie hängen, weil mit den brettln muß man ja in die berge fahren. na und weil man natürlich immer wieder im winter vom schnee in den bergen überrascht wird, weil man nämlich grundsätzlich nur sommerreifen auf der büchse hat, muß man natürlich hängen bleiben. und damit die schneeketten nicht naß werden, liegen die gut und trocken daheim im keller.
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aus dem tagebuch eines alten bikers 32
so a verdammte sauerei! vor lauter föhn weht’s den schnee weg und den schmerz in die knochen, das kennzeichen ist hinterlegt, die straßen werden trocken und weihnachten scheppert an der tür… und ich? ich werd’ alt und deppressiv… wen wundert’s? die klimaerwärmung ist in aller munde, jeder schimpft und mosert drüber, die wetterkapriolen seien unerträglich und sowieso… und an uns biker denkt keiner mehr… unsere bikes schlummern in den garagen vor sich hin, manche zerlegt, manche brav und vorschriftsmäßig eingewintert und wir biker ärgern uns über autofahrer, verspätete züge und was sonst noch so alles einem über die zerfressene leber laufen kann…
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